Gewinnkorrekturen in Doppelvertragsstrukturen – die ungeklärte Rechtsgrundlage
- Grundstücke
Der Artikel untersucht, auf welcher Rechtsgrundlage bei Doppelvertragsstrukturen ein Teil des Werkpreises für die Grundstückgewinnsteuer dem Grundstückserlös zugerechnet werden darf. Die von den Steuerbehörden herangezogene bundesgerichtliche Rechtsprechung ist nicht widerspruchsfrei. Weder der grundstückgewinnsteuerliche Erlösbegriff noch eine analoge Anwendung der verdeckten Gewinnausschüttung bietet dafür eine ausreichende Grundlage. Nur die Steuerumgehungsdoktrin kommt im Einzelfall infrage – unter hohen Anforderungen an die Steuerbehörden.